Mentaltrainer Oliver Geisselhart
Der Weg an die Spitze
Alles ist möglich
1. Für Ihren Erfolg gibt es keine Grenzen!
2. Füllen Sie Ihr inneres „Motivations-Konto“
3. Es gibt keine Probleme, nur Chancen
4. So stecken Sie die richtigen Ziele
5. Haben Sie Zeit im Überfluss?
6. Schon am Morgen topfit - geistige und körperliche Fitness
Für den dauerhaften, zufrieden stellenden Erfolg reicht es nicht, die richtigen Techniken zu beherrschen und sie wie eine Maschine auf Knopfdruck herunterzuspulen. Sie werden trotzdem immer wieder den einen oder anderen Rückschlag erleben, und da ist es besonders wichtig, dass Sie wissen, wie Sie sich jedes Mal von neuem motivieren können, um weiter zu machen - und besser zu werden!
Mit den Themen, die im folgenden Kapitel behandelt werden, erhalten Sie eine Grundlage für eine stabile innere Einstellung, die Ihnen immer wieder von neuem die Kraft gibt, mit Begeisterung und Optimismus die nötigen Schritte zu unternehmen. Dazu gehören das richtige Verhalten bei „Problemen“, ein klares Bewusstsein für Ihre Ziele und der überlegte Umgang mit Zeit genauso wie Hinweise für Ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden.
Mentaltrainer 1. Für Ihren Erfolg gibt es keine Grenzen!
Sind Sie erfolgreich?
Glauben Sie daran, dasst Sie in Zukunft noch erfolgreicher sein können?
Oder sind auch Sie der Meinung, dasst Erfolg vom Zufall abhängt?
Was ist überhaupt „Erfolg“?
Erfolg heißt:
Oft und viel lachen;
die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen;
die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen und den Verrat falscher Freunde ertragen;
Schönheit bewundern, in Anderen das Beste finden;
die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch ein gesundes Kind, ein Stückchen Garten oder einen kleinen Beitrag zur Besserung der Gesellschaft.
Wissen, dasst wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil Du gelebt hast.
Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben.
( Ralph Waldo Emerson )
Erfolg ist all das, was „erfolgt“, Erfolg ist Wachstum, Anpassung und Veränderung. Dieses Prinzip lebt überall in der Natur; alles was lebt, braucht den „Erfolg“. Nur die Pflanzen und Tiere sind erfolgreich, die wachsen, sich anpassen und sich verändern; nur die Unternehmen in der Wirtschaft sind erfolgreich, die wachsen, die sich an die Marktgegebenheiten anpassen und sich verändern, nur die Menschen sind erfolgreich, - - - - genau: die wachsen, sich anpassen und sich verändern!
Erfolg ist also ein natürlicher Prozeß, der von Geburt an von der Natur in allen Menschen angelegt ist. Nur glauben viele nicht mehr daran, dasst der Erfolg auch ihnen zusteht, dasst auch sie erfolgreich sein und bleiben können! Sie haben seit ihrer Kindheit viel zu oft Ansichten gehört, die ihre Meinung und Erwartung von sich selbst stark einschränkten:
„Das kannst Du nicht! Du bist noch zu klein! Das ist zu schwer für Dich! Das schaffst Du nicht!“ und so weiter.
Diese oft gehörten negativen Aussagen wirken auf Dauer wie „geistige Schallplatten“: Immer wieder der gleiche Text. Mit der Zeit hört man schon gar nicht mehr bewußt zu, die Äußerung geht am Bewußtsein vorbei direkt in das Unterbewußtsein - und dort kann sie ihre Wirkung erst recht entfalten. Gerade deshalb ist es aber wichtig, dasst wir uns immer wieder klar vor Augen halten, dasst wir geboren sind, um erfolgreich zu sein! Wenn nun aber diese „negativen Schallplatten“ gegenüber den positiven in der Überzahl sind, wirkt sich das auf die geistige Grundhaltung der betroffenen Person nachhaltig aus: Sie glaubt nicht mehr daran, dasst auch sie erfolgreich sein kann.
Solche Auswirkungen lassen sich beheben, indem die negativen Programmierungen entweder gar nicht mehr benutzt oder durch positive Formulierungen und Glaubenssätze ersetzt werden:
Sie nicht mehr zu benutzen heißt, Sie gehen den Situationen, in denen die Aussagen eine Auswirkung hätten, konsequent aus dem Weg. Angenommen, Sie haben zum Beispiel eine innere Schallplatte, die Ihnen ständig sagt, Sie haben Angst, beim Autofahren in einen Unfall verwickelt zu werden. Nun können Sie die Situation einfach lösen, indem Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder mit dem Taxi fahren und so der Herausforderung aus dem Weg gehen.
Sie können aber auch diese negative Programmierung durch eine positive ersetzen, in der Sie sich selbst immer wieder sagen: „Ich fahre ruhig und sicher.“ Sobald diese neue „geistige Schallplatte“ oft genug läuft, wird sie die alte Formulierung verdrängen.
Wenn Sie sich neue Formulierungen schaffen, um sie innerlich zu wiederholen, denken Sie an die drei wichtigen Grundregeln für Affirmationen:
Eine Affirmation (=Bestätigung) muß kurz und prägnant sein, sie muß positiv formuliert werden und sich auf die Gegenwart beziehen („Ich fahre ruhig und sicher“).
Die effektivste Methode einer solchen Neuprogrammierung ist die Visualisierung: Stellen Sie sich die gewünschte Situation so plastisch und naturgetreu wie möglich vor! Sie haben ja bereits einige Erfahrung im Sehen von inneren Bildern; hier nutzen Sie diese Technik nicht, um sich etwas in Ihr Gedächtnis einzuprägen, sondern um eine gewünschte Verhaltensweise ins Unterbewußtsein zu integrieren. Visualisieren Sie also in unserem Beispiel in bunten, lebendigen und wirklichkeitsgetreuen Bildern, wie Sie am Steuer Ihres Wagens sitzen und innerlich ganz ruhig und sicher durch die Stadt fahren.
Erfolg ist das Ergebnis all dessen, was wir denken, was wir uns zutrauen, was wir uns vornehmen, was wir TUN! Selbst wenn Sie es zunächst nur in Ihrer Phantasie tun (zum Beispiel eben sicher Auto zu fahren), wird es sich auch in der Realität schnell auswirken: Die Materie folgt dem Geist, ein positiver Kreislauf beginnt! Dadurch, dasst Sie an einer Stelle einen kleinen Erfolg erleben, trauen Sie sich auch etwas Anderes eher zu, das klappt auch - und so wagen Sie sich immer weiter vor, auf dem Weg zum dauerhaften Erfolg!
Das Leben ist wie ein Wasserfall voller Erlebnisse: Manch einer traut sich nicht, auch nur einen Becher darunterzuhalten, um etwas für sich daraus zu schöpfen, andere wiederum kommen mit dem Eimer oder gar mit einem Tanklaster. Wer gar kein Gefäß darunter hält, kann natürlich nichts Negatives erhalten, aber dafür auch mit Sicherheit nichts Positives! Wer dagegen den Mut hat, etwas abzuschöpfen, der wird überwiegend positive Erfahrungen machen!
Ein sehr schönes Beispiel für Mut, positives Denken und den daraus resultierenden Erfolg gibt uns die Amerikanerin Wilma Rudolph: Sie wurde als siebzehntes von neunzehn Kindern eines Hafenarbeiters geboren und erkrankte mit vier Jahren an Kinderlähmung. Obwohl die Ärzte eine Genesung für ausgeschlossen hielten, gab die Mutter nicht auf: Sie massierte das Kind täglich mehrmals und machte mit ihrer Tochter gymnastische Übungen und Lauftraining. Mit acht Jahren konnte Wilma wieder gehen - und 1960 war sie dreifache Olympiasiegerin im Kurzstreckenlauf!
Auch Sie können sich entscheiden, ab sofort erfolgreich zu sein! Denken Sie „Erfolg“, und Sie werden „Erfolg“ erleben!
Wenn Sie beschlossen haben, sich zu verändern und weiter zu wachsen, dann werden sich auch die richtigen Mittel und Wege dazu auftun. Und denken Sie daran: Am erfolgreichsten sind Sie immer dann, wenn Sie außergewöhnliche Leistungen erbringen.
„Um ungewöhnliche Resultate zu erzielen, müssen Sie zu ungewöhnlichen Methoden greifen.“ (Helmut Ament)
Dasst diese „ungewöhnlichen Methoden“, mit denen der Erfolg planbar und beeinflußbar wird, meistens ganz einfach sind, und dasst es auch für Ihren Erfolg keine Grenzen gibt, wollen wir Ihnen im folgenden zeigen.
Mentaltrainer 2. Füllen Sie Ihr inneres „Motivations-Konto“
Was im Sport seit langem die Regel ist, zieht mittlerweile auch in andere Berufskreise ein: die innere Vorbereitung auf eine schwierige Situation mittels Mentaltraining. Der ehemalige Skirennläufer Christian Neureuther sagte einmal: „Was den Ausschlag für den Sieg gibt, ist im Kreise der Weltklasse vor allem die mentale Komponente.“ Noch deutlicher formulierte es Bruce Jenner, Goldmedaillengewinner im Zehnkampf 1976: „Der Wettkampf auf olympischem Niveau ist zu 20% eine körperliche und zu 80% eine geistige Herausforderung.“
Wenn Techniken des mentalen Trainings im Sport erfolgreich angewandt werden, warum dann nicht auch in anderen Bereichen? Was für Sportler nützlich ist, läßt sich auch für Verkäufer erfolgversprechend einsetzen! Die Strategie des Mentaltrainings nutzt das folgende Phänomen:
Ihr Unterbewußtsein kann nicht unterscheiden zwischen einem Ereignis, das in der Realität stattfindet, und einem Ereignis, das Sie sich lebendig und naturgetreu als Bild oder kleinen Film in Ihrer Phantasie vorstellen. Was immer Sie denken, Ihr Gehirn glaubt es!
Dieses Phänomen können Sie auch zu Ihrem Vorteil nutzen, indem Sie schwierige Situationen und Handlungen im Geiste vorab erleben und sich in allen Details so realitätsnah wie nur irgend möglich ausmalen. Sie werden verblüffende Ergebnisse erzielen!
Eine positive Grundeinstellung, in der Sie sehr viel Energie zur Verfügung haben, erreichen Sie auch, indem Sie sich an vergangene Erfolge zurückerinnern. Machen Sie in einer ruhigen Minute einmal die folgenden Aufgaben, und nehmen Sie sich dafür genügend Zeit:
1. Listen Sie alle Ihre bisherigen Erfolge auf!
2. Denken Sie noch etwas länger nach und notieren Sie auch die kleinen und allerkleinsten Erfolge, die Ihnen vielleicht nicht sofort eingefallen sind!
3. Führen Sie darüber hinaus ein Erfolgs-Tagebuch: Notieren Sie in einem speziell dafür angelegten Heft jeden Abend, was an diesem vergangenen Tag der größte Erfolg für Sie war!
4. Schreiben Sie auch dazu, warum Sie Ihrer Meinung nach jeweils erfolgreich waren
Auf diese Weise stellen Sie sich im Laufe der Zeit ein ansehnliches Repertoire an Verhaltens- und Reaktionsmöglichkeiten zusammen; und für Sie mit Ihrem hervorragend trainierten Gedächtnis wird es keine Schwierigkeit sein, sich im entscheidenden Moment an das erfolgreiche Verhalten in einer früheren Situation zu erinnern.
Wenn Sie nun eine besonders schwierige Aufgabe vor sich haben, zum Beispiel ein Verkaufsgespräch mit einem sehr anspruchsvollen Kunden oder eine wichtige Besprechung mit dem Verkaufsleiter, dann haben Sie zwei Möglichkeiten, sich darauf effektiv vorzubereiten:
• Sie erinnern sich mit Hilfe Ihres Erfolgstagebuchs und der Liste Ihrer früheren Erfolge an eine Situation, die ähnlich schwierig war, und die Sie bravourös gemeistert haben. Sehen Sie sich in Ihrer Vorstellung souverän handeln und die Situation erfolgreich bestehen. Malen Sie diese Szene lebendig, bunt und so realistisch wie möglich aus.
• Sie stellen sich das Gespräch, das Ihnen bevorsteht, in Ihrer Phantasie so vor, als sei es gegenwärtig Realität für Sie: Sie sind in persönlicher Bestform und verhandeln, argumentieren, überzeugen, als hätten Sie nie im Leben etwas anderes getan; Sie erleben Ihren Erfolg voraus.
Mit dieser Methode der lebendigen Visualisierung haben Sie ein Instrument zur Verfügung, das Ihnen hilft, schwierige Situationen vorzubereiten und aus bereits errungenen Erfolgen die Kraft und die Gewißheit zu schöpfen:
„Ich werde es wieder schaffen!“
Auf diese Art stärken Sie Ihre innere Motivation, und je besser Sie für eine bestimmte Aufgabe motiviert sind, um so größer sind auch Ihre Chancen auf den nächsten Erfolg!
Solche Visualisierungsübungen gelingen naturgemäß im Entspannungszustand am besten, weil dann die Aufmerksamkeit nicht mehr von Äußerlichkeiten abgelenkt wird. Deshalb sollten Sie es sich ruhig zur Gewohnheit machen, regelmäßig zu entspannen, und wenn es nur für fünf oder zehn Minuten am Tag ist. Versetzen Sie sich mit Hilfe einer Ihnen geläufigen Methode in den Alpha-Zustand (zum Beispiel durch autogenes Training, Muskelentspannung nach Jakobson, eine bestimmte Atemtechnik oder Ähnliches), und visualisieren Sie dann in diesem entspannten Zustand den „Erfolgsfilm“, der für Sie gerade aktuell ist.
Auch in der Realität, in Ihrem Alltagsleben, sollten Sie genauer darauf achten, was für Informationen täglich auf Sie einstürmen: Gerade aus der Werbung, aus Zeitungen und Fernsehsendungen nehmen wir (meist unbewußt) so vieles auf, was wir bei genauem Hinsehen selbst nie sagen oder tun würden. Auf die Nahrung für unseren Körper achten wir viel sorgfältiger; was über unseren Mund in den Magen gelangt, wird streng kontrolliert - doch auf die geistige Nahrung, die über die Augen und Ohren in den Kopf geht, achten wir meistens zu wenig.
Ein großer Teil der alltäglichen Informationen ist negativ, sehen Sie sich nur einmal die täglichen Nachrichten an. Sie überlegen sich sehr wohl, ob Sie Bier oder Mineralwasser trinken, ob Sie Obst oder Schokolade essen. Doch prüfen Sie auch, welche der vielen Informationen tiefer in Ihr Bewußtsein dringen? Selektieren Sie auch bei der „geistigen Nahrung“, die Sie sich zuführen! Nehmen Sie nur das auf, was wirklich gut und wichtig für Sie ist! Sie können sich auch ganz bewußt Gutes tun, indem Sie wertvolle Bücher lesen und sich aus dem Fernsehprogramm die kulturell weiterbildenden Sendungen ausuchen. Nur die positiven Schwingungen geben Kraft, nur „gute Energien“ bringen Sie weiter!
Auch damit erhöhen Sie Ihre Konzentration und Ihren Optimismus dauerhaft. Mit positiven Eindrücken und Erlebnissen, sowohl in der Realität als auch in der Phantasie, rufen Sie auch die entsprechenden weiteren Erlebnisse in der Realität auf den Plan, und durch jeden einzelnen positiven Erfolg füllen Sie Ihr inneres Motivationskonto wieder bis zum Rand auf.
Mentaltrainer 3. Es gibt keine Probleme, nur Chancen
Dasselbe Schriftzeichen, das die Chinesen für den Begriff „Problem, Krise“ benutzen, bedeutet für sie gleichzeitig - „Chance“! Ein Problem beinhaltet also immer auch eine Chance, eine Möglichkeit, Lösungen zu finden und daran zu wachsen. Deshalb sollten Sie vor „Problemen“ niemals den Kopf in den Sand stecken!
Ein großer Schritt in die richtige Richtung ist es schon, wenn Sie sich klar machen, dasst es keine „Probleme“ gibt: Jedes Problem ist im Grunde nur eine Aufgabenstellung, die Sie herausfordert, eine Frage, auf die Sie die Antwort nicht sofort parat haben, sondern erst einmal etwas nachdenken müssen. Das Schwierige ist für uns nämlich meistens nicht das Problem an sich, sondern unsere eigene Art, damit umzugehen und es zu lösen.
Laut Duden bedeutet „Problem“:
„das Vorgelegte, schwierige, zu lösende Aufgabe; Fragestellung“.
Jedes Problem birgt in sich die Chance auf eine Antwort oder eine Veränderung. Somit ist jede Lösung, die Sie finden, immer auch gleichzeitig ein Erfolg. Und man kann sagen: Wer erfolgreich sein will, der muß mit Problemen umgehen können. Deshalb freuen Sie sich über jedes „Problem“, über jeden schwierigen Kunden. Sobald Sie wieder ein „problematisches“ Gespräch zu einem erfolgreichen Abschluß gebracht haben, sind Sie automatisch um eine wichtige Erfahrung - und um einen Erfolg reicher!
Daraus folgt: Der richtige Umgang mit Problemen macht Sie erfolgreich!
Sagen Sie sich schon morgens beim Aufstehen in Form einer Affirmation:
„Heute löse ich alle meine Aufgaben.“
Je bewußter Sie positiv denken, um so weniger lassen Sie sich von „Problemen“ beeinflussen. Überlegen Sie einmal, welche größeren „Probleme“ Sie bis heute nicht gelöst haben. Wahrscheinlich fällt Ihnen keines ein (und falls doch, wird es aus den letzten paar Tagen sein), denn jedes „Problem“ trägt den Keim zu seiner Lösung bereits in sich und drängt darauf, bewältigt zu werden.
Gewöhnen Sie sich auch an, nicht mehr ständig von einem „Problem“ zu sprechen, sondern vielleicht lieber von einer Aufgabe oder Herausforderung, von einer Fragestellung oder interessanten Situation - oder gar von einer Chance! „Der Ton macht die Musik“, und es kommt nur auf Sie alleine an, ob Sie das berühmte Glas als halb voll oder halb leer betrachten:
„Hier habe ich die Chance, etwas Neues zu lernen“
klingt für Sie (und für Ihr Unterbewußtsein!) doch sicherlich viel positiver und ermutigender als
„Hier habe ich ein großes Problem“!
Denken Sie daran: Die Materie folgt dem Geist, und wenn Sie die Aufgabe in Gedanken als ebensolche oder sogar als Chance zu weiterem Wachstum bezeichnen, wird sie sich auch in der Realität für Sie als Erfolgserlebnis entwickeln.
Herausforderungen sind also für Sie und Ihre Entwicklung unabdingbar; und je mehr Aufgaben Sie lösen, um so größer wird Ihr Erfolg letztendlich sein!
Mentaltrainer 4. So stecken Sie die richtigen Ziele
Wenn Sie sich dafür entschieden haben, erfolgreich zu sein, dann haben Sie sicherlich auch schon eine Vorstellung davon, worin sich dieser Erfolg manifestieren wird: Sie sind erfolgreich, wenn Sie ein eigenes Haus besitzen, eine glückliche Familie haben, Ihren Umsatz in den nächsten beiden Jahren verdoppeln können oder ähnliches. Was genau macht Ihren persönlichen Erfolg aus? Welche Ziele sind es, die Sie verwirklichen wollen, um nach Ihren Maßstäben erfolgreich zu sein?
Erstellen Sie eine Liste mit Ihren wichtigsten Zielen! Dabei brauchen Sie sich im ersten Anlauf keinerlei Einschränkungen auferlegen, solange Sie die Ziele mit Ihrem gesunden Menschenverstand als realistisch vertreten können. Das heißt zum Beispiel, wenn Sie sich als Ziel vornehmen, Kaiser von China zu werden, ist das unrealistisch. Wenn Sie dagegen innerhalb der nächsten drei Jahre eine Million verdienen möchten, in Zukunft mit Genuß statt mit Angst öffentliche Reden halten oder im kommenden Jahr ein eigenes Boot anschaffen wollen, und im Moment noch nicht so recht wissen, wie Sie das erreichen können, so sind das Ziele, die durchaus auf Ihre Liste gehören.
Notieren Sie also in kurzen Stichworten Ihre Wünsche und Ziele aus allen Lebensbereichen, die Ihnen wichtig sind, so zum Beispiel Ziele in Bezug auf
die Familie:______________________________
die Partnerschaft:_________________________
den Beruf:_______________________________
die Gesundheit:___________________________
den Freundeskreis:________________________
den eigenen Charakter:____________________
Bildung und Kultur:________________________
Sonstiges:_______________________________
Suchen Sie jetzt aus dieser Liste die fünf oder sechs allerwichtigsten Ziele aus:
1. _________________
2. _________________
3. _________________
4. _________________
5. _________________
6. _________________
Nur wenn Sie ganz genau wissen, was Sie wirklich wollen, können Sie es auch erreichen!
Formulieren Sie diese wichtigsten Ziele noch einmal schriftlich, diesmal ein wenig ausführlicher. Achten Sie dabei auf die folgenden Anregungen:
• Formulieren Sie das jeweilige Ziel positiv!
• Beschreiben Sie die Resultate, die Sie damit erreichen wollen, so genau wie möglich: Was sehen / hören / fühlen / riechen / schmecken Sie, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben?
• Legen Sie einen Zeitraum fest, innerhalb dessen Sie dieses Ziel erreichen wollen.
• Stellen Sie sicher, dass das Erreichen dieses Ziels nur von Ihnen alleine abhängt und nicht gleichzeitig von äußeren Faktoren, auf die Sie keinen Einfluss haben.
• Überlegen Sie sich auch, ob dieses Ziel für Sie und Ihre Umgebung von Vorteil ist und einen Nutzen für die Allgemeinheit hat.
Ein Beispiel:
Stellen Sie sich vor, Sie wollen Ihren Umsatz im nächsten Monat um ein Drittel erhöhen. Dann sieht Ihre Zielbestimmung etwa folgendermaßen aus:
„Mein Umsatz beträgt DM 240.000 im Monat.
Ich sehe die von den Kunden unterschriebenen Kaufverträge; ich höre das Lob meines Vorgesetzten, ich genieße die Bewunderung meiner Frau und meiner Kollegen.
Das alles geschieht innerhalb der nächsten vier Wochen.
Das Produkt ist noch in ausreichender Zahl am Lager; es hängt also nicht vom Nachschub ab, ob ich verkaufen kann, sondern nur von mir alleine und meinen Aktivitäten.
Indem ich meinen Umsatz erhöhe, nütze ich mir persönlich, meiner Familie, meiner Firma und meinen Kunden.“
Somit ist dieses Ziel wohl definiert und nach den oben genannten Kriterien überprüft. Machen Sie dasselbe (und ebenfalls schriftlich!) für die Ziele, die Sie als Ihre wichtigsten aus der oben erstellten Liste herausgesucht haben!
1.:
Das Ziel:__________________________________________
Die Resultate:______________________________________
Der Zeitraum:_______________________________________
Die Verantwortung:__________________________________
Der Nutzen:________________________________________
Nur wer seine Ziele genau kennt, kann den Weg suchen, auf dem er sie auch erreichen wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass es sich bei den Punkten auf Ihrer Liste um Ihre eigenen Ziele handelt, und nicht etwa um Wünsche und Anregungen beispielsweise von Seiten Ihres Vorgesetzten oder Ihrer Familie. Nur wer die eigenen Ziele verfolgt, der wird sich voller Phantasie und mit ganzer Kraft dafür einsetzen, ihnen baldmöglichst näher zu kommen.
Gehen Sie nun noch einen Schritt weiter: Ordnen Sie Ihre wichtigen Ziele nach der zeitlichen Realisierbarkeit! Welche Ziele sind kurzfristig erreichbar, welche beziehen sich auf einen längeren Zeitraum? Notieren Sie zu jedem Ziel möglichst exakt die Zeitspanne, den Sie zur Verwirklichung ansetzen. Gehen Sie dabei realistisch vor, und planen Sie eventuelle Verzögerungen mit ein; ein nicht oder nicht rechtzeitig erreichtes Ziel erzeugt nur unnötige Demotivation!
Kurzfristige Ziele:_______________________
Mittelfristige Ziele:_______________________
Langfristige Ziele:_______________________
Nun beantworten Sie für jedes einzelne dieser Ziele (natürlich wieder schriftlich) die folgenden Fragen:
1. In welche Teilziele oder Einzelschritte kann ich dieses Ziel zerlegen?
2. Welches ist der erste Schritt, den ich unternehmen muß? Wann kann ich ihn tun?
3. Warum will ich dieses Ziel erreichen? Welches sind meine Motive?
4. Warum bin ich sicher, dasst ich dieses Ziel erreichen kann?
5. Welche äußeren Faktoren müssen hinzukommen (zum Beispiel Geld, Kontakte, Gesundheit), damit ich meinem Ziel näher komme?
6. Über welche Mittel und Eigenschaften verfüge ich bereits (Zeit, Geld, Erfahrung, Ausdauer, Mut, Freunde...)?
7. Welche Eigenschaften oder Ressourcen habe ich in meinem bisherigen Leben eingesetzt, um erfolgreich zu sein?
8. An welchen persönlichen Vorbildern (oder auch früheren eigenen Erfolgen) können Sie sich orientieren?
9. Was hat Sie bisher daran gehindert, dieses Ziel zu erreichen?
10. Visualisieren Sie zum Schluß, wie Sie die Situation erleben werden, wenn Sie an diesem Ziel angekommen sind! Sehen / hören / fühlen / riechen / schmecken Sie, was möglich ist - nicht nur auf dem Papier wie in der obigen Aufgabe, sondern in Ihrer Vorstellung. Schließen Sie die Augen und nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit: gehen Sie in Ihrer Phantasie hinein in diese Situation, und erleben Sie hautnah, was dann geschieht!
Indem Sie sich so intensiv mit Ihren Zielen befassen und sie so genau wie möglich definieren, hat sich auch Ihr Unterbewußtsein darauf eingestellt, Ihnen nach Kräften zu helfen. Das heißt aber nicht, dasst es für Sie mit dieser einmaligen ausführlichen Zieldefinition getan ist: Sie müssen schon selbst die nötigenSchritte unternehmen - und Sie sollten vor allem bei den langfristigen Zielen von Zeit zu Zeit überprüfen, inwieweit Sie ihnen bereits näher gekommen sind.
Zu diesem Zweck bietet es sich an, mindestens einmal pro Woche diese Unterlagen hervorzuholen und damit zu arbeiten. Fragen Sie sich regelmäßig:
• Was habe ich in den vergangenen Tagen unternommen, um meinen Zielen näher zu kommen?
• Was habe ich in den vergangenen Tagen konkret erreicht? Welche Teiletappen sind bereits bewältigt?
• Gibt es neue Erkenntnisse, die mir helfen, ein Ziel oder Teilziel schneller oder auf einem anderen Weg zu erreichen?
• Gibt es eine Verschiebung in den Prioritäten? Ist ein neues wichtiges Ziel hinzugekommen oder ein altes unwichtig geworden? Warum?
Stellen Sie Ihr Vorgehen immer wieder einmal in Frage, verändern und verbessern Sie! Sie wissen ja: Erfolg heißt Wachstum und Veränderung; Veränderung heißt Erfolg! Nur wer die nötigenSchritte geht, kann auch am Ziel ankommen, kann immer wieder erfolgreich sein!
Mentaltrainer 5. Haben Sie Zeit im Überfluß?
Natürlich nicht, werden Sie sofort denken, wer hat das heutzutage schon!? Und gerade weil Zeit eher Mangelware geworden ist, ist es um so wichtiger, sie ganz gezielt und sinnvoll einzusetzen. Deshalb stellen wir Ihnen einige Strategien vor, mit deren Hilfe Sie Ihren persönlichen Zeiteinsatz noch effektiver planen und so manche Viertelstunde einsparen können.
Die folgenden Anregungen beziehen sich in erster Linie auf Ihren beruflichen Alltag, lassen sich aber genausogut mit leichten Abwandlungen für Ihre allgemeine Zeitplanung nutzen:
a) Machen Sie einen Tagesplan!
Notieren Sie alles, was Sie am nächsten Tag erledigen wollen, jedes Detail, das Ihnen einfällt. Anschließend markieren Sie die einzelnen Tätigkeiten mit A, B oder C:
A sind die wichtigen Aufgaben, die Sie unbedingt selbst erledigen müssen; sie sind nicht delegierbar!
B sind die weniger wichtigen Erledigungen, die Sie auch delegieren oder verschieben können, und
C sind die unwichtigen, meist aber dringenden Punkte, die Sie nach Möglichkeit unbedingt abgeben sollten.
Die meisten Menschen lassen sich von unwichtigen, aber dringenden C-Aufgaben tyrannisieren und gehen unter im Tagesgeschäft der zahlreichen Unwichtigkeiten. Darüber wird das Wichtige verschoben, obwohl man die dringenden unwichtigen Erledigungen abhaken oder delegieren (oder manchmal auch ignorieren) könnte.
Erledigen Sie das Wichtige stets vor dem Dringenden! Wer ständig nur Dringendes erledigt, hat keine Zeit meehr für das Wichtige! Nehmen Sie sich aber auch nicht zu viele A-Aufgaben für einen Tag vor; und achten Sie darauf, dasst die B-Aufgaben, die Sie aufschieben, nicht durch den entstehenden Zeitdruck plötzlich dringend werden! Zwei bis drei A-Aufgaben täglich sind realistisch.
Schreiben Sie sich die A-Aufgaben in Ihren Tagesplaner. Die zwischen den A-Aufgaben verbleibenden Zeitspannen können Sie jederzeit mit B-Aufgaben füllen! Für die C-Aufgaben suchen Sie sich jemanden, an den Sie sie guten Gewissens delegieren können. Indem Sie kleine Beschäftigungen abgeben, gewinnen Sie deutlich mehr Zeit für die großen, wichtigen Arbeiten. Dies besagt auch das bekannte PARETO-PRINZIP:
80% der Ergebnisse werden in nur 20% der aufgewendeten Zeit erzielt - und umgekehrt!
Das bedeutet, Sie können die 80% Ihrer Arbeit, die nur 20% der Ergebnisse bringt, ruhig an andere delegieren, solange Sie die 20% selbst erledigen, die den Löwenanteil am Erfolg ausmachen!
Indem Sie auf diese Art Ihre persönlichen Prioritäten erarbeiten, werden Sie automatisch die wichtigen Arbeiten zuverlässig und termingerecht fertigstellen. Sie vermeiden unnötigen Streß und Zeitdruck und können Ihr Arbeitsaufkommen weitgehend selbst steuern.
Wenn Sie sich angewöhnen, jeden Tag so vorauszuplanen, sparen Sie bei der effektiven Erledigung Ihrer Aufgabenpalette deutlich mehr Zeit ein, als Sie am Vorabend zur Planung investieren mußten!
b) Benutzen Sie zur genaueren Planung im zweiten Schritt die A-L-P-E-N-Strategie:
A ufgaben zusammenstellen (das haben Sie oben bereits erledigt)
L änge der Tätigkeiten schätzen
P ufferzeit einplanen
E ntscheidungen über Prioritäten und Delegationsmöglichkeiten treffen
N achkontrolle und bei Bedarf neue Zielsetzung.
(nach Prof. Dr. Lothar J. Seiwert, „Mehr Zeit für das Wesentliche“)
Mit dieser Strategie verfeinern Sie die oben empfohlene Tagesplanung, indem Sie vor allem für die erarbeiteten A-Aufgaben den voraussichtlichen Zeitaufwand einplanen. Lassen Sie auch Zeitpuffer für unvorhersehbare Ereignisse frei, und versuchen Sie, von den C-Aufgaben auf jeden Fall so viele wie nur irgend möglich zu delegieren.
Planen Sie ihren Tagesablauf nach der 60 : 40 - Regel, das bedeutet: Sie verplanen nur 60% Ihrer zur Verfügung stehenden Arbeitszeit und lassen sich 40% frei für unvorhersehbare Aufgaben und Verzögerungen. Damit haben Sie immer genügend Spielraum, um zumindest die wichtigen Aufgaben bearbeiten zu können.
Gewöhnen Sie es sich genauso an, bei der Planung für den folgenden Tag auch zu überprüfen, ob Sie Ihre Vorgaben am heutigen Tag erfüllt haben. Gegebenenfalls werden wichtige Aufgaben von heute, die doch nicht erledigt werden konnten für morgen eingeplant - doch lassen Sie sich von dringenden Aufgaben nicht tyrannisieren, versuchen Sie lieber, sie zu delegieren und baldmöglichst vom Tisch zu haben!
c) Nutzen Sie Ihre persönlichen „Hoch-Zeiten“!
Sind Sie Frühaufsteher oder Morgenmuffel? Es gibt nachweislich Unterschiede in der Leistungsfähigkeit, die von der jeweiligen persönlichen Veranlagung abhängen. Finden Sie durch Beobachten heraus, wann Sie in Ihrer
Tageskurve ein Leistungshoch beziehungsweise ein Leistungstief feststellen, und teilen Sie schwierige Aufgaben nach diesen Gesichtspunkten ein!
Grundsätzlich sollten Sie morgens, sobald Sie hellwach sind, die wichtigen Dinge erledigen, und mittags, wenn das erste Absinken der Leistungskurve kommt, eher die Routinetätigkeiten verrichten. Die Leistungskurve verschiebt sich je nach den individuellen Gegebenheiten noch ein wenig hin oder her (s. auch Kopie).
Jede Arbeit, die Sie in einer Zeitspanne erledigen, in der Sie weniger belastbar sind, wird Sie deutlich mehr Aufwand und Energie kosten. Wenn Sie sich nach Ihrer individuellen Veranlagung richten können, verringern Sie Ihre Leistungsverluste und gewinnen eine Menge Zeit!
d) Räumen Sie auf!
Unordnung am Arbeitsplatz und in den Schubladen ist ein weiterer Faktor, der oft unnötig Zeit kostet. Wissen Sie auf Anhieb, wo Sie welche Unterlagen finden? Wie lange brauchen Sie, wenn ein Kunde Sie anruft und eine Information benötigt, bis Sie die entsprechenden Daten zur Hand haben?
Ausfallzeiten, die durch Suchen von Unterlagen entstehen, machen in manchen Betrieben bis zu 20% der täglichen Arbeitszeit aus! Das können Sie vermeiden, indem Sie Ordnung halten. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern zum Thema „Effektive Gestaltung des Arbeitsplatzes“, doch entscheiden und neu strukturieren müssen Sie im Endeffekt selbst. Am besten lassen Sie anfangs nur die allerwichtigsten Akten auf Ihrem Schreibtisch liegen, dazu das Telefon, den Terminkalender beziehungsweise Tagesplaner und etwas zum Schreiben. Darüber hinaus ist all das erlaubt und sinnvoll, was Sie wirklich täglich brauchen.
Alles andere verstauen Sie in Schubladen und Schränken. Doch auch hier sollten Sie zuvor einmal gründlich aufräumen und all das endlich erledigen oder delegieren, was schon länger dort lag und aus Ihrem Blickfeld verschwunden war. Sie werden sehen, dasst ein aufgeräumter Arbeitsplatz Ihnen eine deutlich größere Übersicht ermöglicht. wenn all das aufgearbeitet ist, was zuvor im Hintergrund „lauerte“, haben Sie auch in Bezug auf „Unerledigtes“den Rücken frei und können sich den Aufgaben widmen, die in Ihrem Bewußtsein und in Ihrem Blickfeld sind.
e) Arbeiten Sie mit Checklisten und Aktionsplänen!
Checklisten sind von unschätzbarem Vorteil, wenn es darum geht, Tätigkeiten zu erledigen, die immer wieder in derselben Art und Weise vollzogen werden müssen. Sie brauchen nicht jedes Mal von neuem überlegen, ob Sie an jeden einzelnen Schritt gedacht haben; Sie haken einfach alles ab, was erledigt ist.
Setzen Sie Checklisten ein, wenn es zum Beispiel darum geht, eine Produktpräsentation vorzubereiten: Haben Sie an alles gedacht, was Sie brauchen? Overhead-Projektor, Folien, Musterstücke, Preislisten? Oder Sie wollen in einem Verkaufsgespräch eine Reihe wichtiger Punkte ansprechen: Sie erstellen sich eine Checkliste, speichern sie mit Hilfe der Zahlensymbole in Ihrem Gedächtnis ein - und benötigen im Gespräch mit dem Kunden keine Zeit dafür, lange zu überlegen, ob Sie wirklich an alle wichtigen Details gedacht haben - die Checkliste (die Sie sich abrufsicher im Kopf eingeprägt haben) hilft Ihnen auch hier, Zeit (und Nerven!) zu sparen.
Ähnliches gilt in Bezug auf einen Aktionsplan: Für eine neue Idee, die Sie in die Tat umsetzen wollen, braucht es oftmals viele einzelne Schritte, bis die Realisierung wirklich konkret wird. Und manchmal kommt es vor, dasst die Pläne auf halbem Weg scheitern, weil keine Konsequenz in der Umsetzung vorhanden war. Hier helfen Aktionspläne, auf denen das Ziel und die wichtigsten Teiletappen mit den dafür vorgesehenen Zeiträumen schriftlich festgehalten werden: Sie werden dazu angehalten, in der Umsetzung am Ball zu bleiben und Fristen zu wahren. Auch eine Idee, die mitten in der Realisierungsphase aufgegeben wird, hat schon zuviel Zeit gekostet - mit einem entsprechenden Aktionsplan können Sie Ihre Motivation aufrecht erhalten und die Chancen auf die erfolgreiche Durchführung dieser Idee deutlich erhöhen.
f) Motivieren Sie mit Sachkritik und Anerkennung!
Gegenseitige Anerkennung und rein sachbezogene Kritik haben in der Arbeitswelt einen großen (positiven) Einfluß auf die Motivation Ihrer Mitarbeiter: Es kommt nicht darauf an, möglichst schnell einen Schuldigen zu finden, wenn irgendwo etwas schiefgelaufen ist, sondern es ist für alle Beteiligten viel nützlicher, wenn Sie herausfinden, wie sich dieser Fehler beim nächsten Mal vermeiden läßt! Kritisieren Sie ausdrücklich nicht die Person, sondern den Vorgang oder Sachverhalt. Äußern Sie nach Möglichkeit gleichzeitig auch Vorschläge zur Verbessserung oder zur Vermeidung von negativen Folgen. Und ganz wichtig: Bringen Sie Kritik möglichst nur unter vier Augen vor!
Durch ein solch faires Vorgehen erhalten Sie sich gleichzeitig die Motivation (und Sympathie!) des Mitarbeiters, dem dieser Fehler passiert ist - er wird sich beim nächsten Mal mit Sicherheit mehr anstrengen, alles richtig zu machen, als wenn Sie ihn für seinen Fehler an den Pranger gestellt hätten! Und dadurch gewinnen Sie wiederum einen Zeitvorteil.
Ähnliches gilt für die Anerkennung guter Leistungen: Lob und Anerkennung schaffen Stolz und Freude und natürlich eine große Motivation, noch mehr Lob und Anerkennung zu erhalten. Wer nie gelobt wird, erreicht irgendwann den Punkt, an dem er nur noch das Allernötigste tut - und das ohne jeglichen Spaß an der Arbeit. Entsprechend werden die Ergebnisse aussehen. Deshalb ist rechtzeitiges Lob der einfachste Weg, solche Unlust im Vorfeld abzufangen - und natürlich wieder Zeit zu sparen: Wer gerne arbeitet, macht seine Arbeit besser und schneller als andere und braucht automatisch weniger Zeit, um Fehler auszumerzen.
Ergänzen Sie diese Aufzählung von Möglichkeiten zur Zeitersparnis um Ihre eigenen Erfahrungen! Je bewußter Sie sich mit diesem Thema zur Rationalisierung und Organisation von Arbeitsabläufen befassen, um so mehr Wege werden sich Ihnen wie von selbst auftun!
Mentaltrainer 6. Schon am Morgen topfit - geistige und körperliche Fitness
Wer morgens frisch und munter in den neuen Tag starten kann, hat anderen eine Menge voraus - gerade weil viele Menschen eben keine Morgenmenschen sind. Doch mit ein paar Tricks schaffen Sie es auch, schon am Morgen topfit an Ihre Aufgaben heranzugehen.
Ein Grund für mangelnde Fitness in den frühen Morgenstunden ist bei vielen der niedrige Blutdruck. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie zum Beispiel eine spezielle Yoga-Atemtechnik und das sogenannte Sonnengebet praktizieren (nach: Günther Beyer: Der Turbo-Manager, S. 87ff.):
Atemtechnik
• Stellen Sie sich morgens nach dem Aufstehen vor ein geöffnetes Fenster; lassen Sie beide Arme locker hängen.
• Atmen Sie mit dem Bauch und anschließend noch mit der Brust ein.
• Ziehen Sie nun beide Schultern in Richtung Ohren, und bleiben Sie dabei gerade stehen.
• Atmen Sie noch tiefer in die Brust ein.
• Lassen Sie die Schultern wieder locker herunterhängen, und halten Sie die Luft in der Lunge, während Sie langsam bis fünf zählen.
• Beugen Sie sich leicht nach vorne und atmen Sie aus.
• Wiederholen Sie diese Übung insgesamt fünf Mal.
Dadurch werden Ihr Körper und Ihr Gehirn sehr gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt; Sie fühlen sich warm und frisch. Im Anschluß führen Sie nun das sogenannte Sonnengebet durch. Es besteht aus acht Stellungen, die vorwärts und rückwärts praktiziert und wiederum mit der Atemtechnik verbunden werden. Das Sonnengebet stammt aus Indien; dort wird es als morgendlicher Gruß an die Sonne zelebriert.
Sonnengebet:
1. Betstellung: Beide Handflächen liegen aneinander, die Fingerspitzen sind auf Kinnhöhe, die Unterarme parallel zum Boden. Ziehen Sie zusätzlich Ihre Schulterblätter so weit wie möglich nach hinten. Atmen Sie dabei über Bauch und Brust tief ein.
2. Dehnen: Strecken Sie sich in Richtung Decke, und halten Sie dabei Ihre Handflächen weiterhin zusammen.
Die Luft wird angehalten.
3. Streckbeuge: Versuchen Sie, bei durchgedrückten Knien mit den Fingerspitzen den Boden zu berühren.
Dabei wird zuerst aus- und anschließend wieder eingeatmet.
4. Startstellung: Wie bei einem Wettlauf wird in der Hocke ein Bein nach vorne genommen.
Die Luft wird angehalten.
5. Brücke: Halten Sie den Kopf zwischen den Armen und gehen Sie in die Brücke. Versuchen Sie, mit den Fersen den Boden zu berühren.
Die Luft wird angehalten.
6. Liegestütz: Anschließend gehen Sie in den Liegestütz und halten den Körper parallel zum Erdboden.
Atmen Sie dabei aus.
7. Hohlkreuz: Legen Sie bei durchgestreckten Armen den Kopf so weit wie möglich in den Nacken und gehen Sie dabei ins Hohlkreuz.
Atmen Sie tief ein.
8. Ab hier geht die Reihenfolge rückwärts:
Brücke - Startstellung (diesmal nehmen Sie den anderen Fuß nach vorne) - Streckbeuge - Dehnen
In allen vier Übungsteilen halten Sie die Luft an!
9. Und schließlich wieder die Betstellung;
jetzt dürfen Sie ausatmen.
Machen Sie diese Übung einige Male, bis Sie sie gut beherrschen. Wenn Sie nun jeden Morgen bei geöffnetem Fenster zuerst fünfmal die Atemtechnik und anschließend dreimal das Sonnengebet praktizieren, werden Sie bereits nach einer Woche die ersten Erfolgserlebnisse verspüren: Ihr Körper stellt sich auf ein ganz neues Energieniveau ein; Sie sind morgens wesentlich schneller fit und munter, und wenn Sie es einmal nicht schaffen oder vergessen, das Sonnengebet zu machen, wird Ihnen dieses Morgenritual ganz schnell fehlen!
Es eignet sich natürlich auch dazu, untertags Ihren Energiespiegel zu heben; Sie können es anwenden, wann immer Sie neue Kraft tanken wollen, um fit zu sein für die Anforderungen des Alltags.
Ein ganz anderer Weg, um Energien aufzutanken, ist das Ausschöpfen der eigenen Energiequellen. Jeder Mensch hat andere Tätigkeiten oder Vorlieben, aus denen er ganz persönlich Kraft schöpfen und auftanken kann. Das können zum Beispiel die folgenden Punkte sein:
• heiß baden oder duschen
• einen langen Spaziergang machen
• ins Kino gehen
• etwas Gutes kochen beziehungsweise essen
• in die Sauna gehen
• Musik hören
und so weiter.
Machen Sie einmal eine Aufstellung all der Dinge, aus denen Sie persönlich Ihre Energie schöpfen:
Energie-Quellen:
1. _____________________________
2. _____________________________
3. _____________________________
4. _____________________________
5. _____________________________
6. _____________________________
(usw., bis 10 oder 12)
Diese Liste sollten Sie sich irgendwo aufbewahren, wo Sie sofortigen Zugriff darauf haben. Der in USA lebende indische Arzt Dr. Deepak Chopra fand heraus, dasst unser Körper in der Zeit, in der wir etwas tun, was uns Spaß macht, Interferon-ähnliche Substanzen produziert - Interferon ist das teuerste Anti-Krebs-Mittel! Sie stellen es kostenlos her, und haben auch noch Spaß dabei!
Zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Fitness dürfen ein paar Grundregeln zur gesunden Ernährung nicht fehlen. Nehmen Sie die folgenden Punkte als Anregung, sich mit diesemThema einmal selbst auseinanderzusetzen:
Ernährung:
• Nehmen Sie viel wasserhaltige Nahrung zu sich, das heißt viel Obst und Gemüse.
• Trinken Sie in genügender Menge, mindestens zwei Liter am Tag. Am besten sind (Mineral-)Wasser, Früchte- oder Kräutertees oder ungesüßte Obstsäfte.
• Achten Sie darauf, wie Sie Ihre Nahrungsmittel miteinander kombinieren: Unterschiedliche Speisen erfordern unterschiedliche Verdauungssäfte. Deshalb sind viele Zusammenstellungen ungesund, und unverträgliche Nahrungskombinationen sind Energieräuber.
• Essen Sie vormittags hauptsächlich Obst - auf nüchternen Magen kann es besser und schneller verdaut werden.
• Essen Sie langsam und bedacht, und hören Sie sofort auf, wenn Sie satt sind!
• Meiden Sie nach Möglichkeit Kaffee, Schwarztee, Alkohol und Nikotin, ebenso Fleisch und Molkereiprodukte.
Eine frische, kraftvolle Nahrung kann, richtig kombiniert, Ihre Verdauung optimal fördern und Ihren Körper stärken und beleben. Genauer nachzulesen und mit Beispielen und ausführlichen Erläuterungen versehen finden Sie dieses Thema bei Anthony Robbins.
Wer genau weiß, wie er im Laufe eines anstrengenden Tages seine inneren Batterien immer wieder aufladen kann, ist den anderen ein gutes Stück voraus. Viele Menschen wenden regelmäßig bestimmte Entspannungstechniken an, zum Beispiel Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jakobson, bestimmte Übungen aus dem Yoga und Ähnliches. Wir stellen Ihnen kleine, aber effektive Übungen vor, die Sie jederzeit in ein paar ruhigen Minuten in Ihren Tagesablauf integrieren können:
Entspannung
Setzen Sie sich entspannt auf einen Stuhl, schließen Sie Ihre Augen und konzentrieren Sie sich einfach nur auf Ihren Atem. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Meeresstrand, und beim Einatmen fließt eine lange Welle an den Strand, beim Ausatmen fließt sie langsam zurück ins Meer.
Oder:
Entspannen Sie sich, und visualisieren Sie einen Spaziergang in Ihrer Lieblingslandschaft. Lasssen Sie alle Eindrücke so real wie möglich vor Ihrem inneren Auge ablaufen. Sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken Sie, was um Sie herum geschieht.
Oder:
In entspannter Haltung machen Sie eine kleine Reise durch Ihren Körper. Beginnen Sie in Ihren Füßen, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit dorthin lenken. Stellen Sie sich vor, wie sich alles Blut in Ihren Füßen sammelt; Ihre Füße werden warm. Konzentrieren Sie sich anschließend in gleicher Weise auf Ihre Waden, dann auf die Oberschenkel, den Bauch und den Rücken, die Brust, die Arme, den Nacken und zum Schluß den Kopf.
Oder:
Sie entspannen sich und kreieren Ihren persönlichen Lieblingsplatz. Stellen Sie sich all das vor, was Sie dort gerne antreffen möchten: Personen, Landschaft, Haus oder Wiese, Meer oder Berge, bestimmte Lieblingsgegenstände, Düfte, Musik und so weiter. Jedes Mal, wenn Sie an Ihren Lieblingsplatz kommen, können Sie ihn weiter ausgestalten - oder einfach genießen!
Solche oder ähnliche Übungen haben sich im Alltag tausendfach bewährt, um innerhalb kurzer Zeit die inneren Ressourcen zu regenerieren und mit Kraft und Konzentration weiter zu arbeiten. Suche Sie sich Ihre eigene Lieblingsmethode, mit der Sie am liebsten arbeiten, und wenden Sie sie regelmäßig an:
Je öfter Ihr Unterbewußtsein merkt, dasst Sie auf diese Weise für ein ausgewogenes Energielevel in Ihrem Körper und Geist sorgen, um so besser spricht es darauf an!
Wichtig bei all diesen Anregungen, ob zur Atmung, Ernährung oder Entspannung, ist vor allem, dasst Sie Ihre eigene Methode finden. Lassen Sie sich nichts von außen aufdrängen, machen Sie nicht die eine oder andere Technik nur deshalb, weil sie jetzt gerade „in“ ist oder weil es alle tun. Sie müssen von den Methoden, die Sie praktizieren, völlig überzeugt sein, sie müssen Ihnen und Ihrem Leben entsprechen, sonst läßt die gewünschte Wirkung auf sich warten!
Wenn Sie sich aber mit den Strategien befassen, die wir Ihnen in diesem Kapitel vorgestellt haben, und wenn Sie die Ihnen und Ihrem Charakter jeweils am besten entsprechende Methode auswählen und für sich erarbeiten, dann sind Ihrem persönlichen Erfolg keine Grenzen gesetzt!
Denken Sie große Gedanken, und setzen Sie sie in die Realität um! Treffen Sie ihre Entscheidung heute - Sie haben die Wahl! Was Sie ab heute denken und glauben, wird Ihre Zukunft bestimmen.
Think Big!
Und Sie werden erfolgreich sein!
